Hunde und Baby – Klappt das?

Jetzt zieht also ein neuer menschlicher Bewohner ins Haus und bekommt die komplette Aufmerksamkeit. Da ist es kein Wunder, dass so mancher Vierbeiner eifersüchtig und gereizt reagiert. Diese Reaktion sollte aber auf jeden Fall vermieden werden, denn die neue Situation wird sich über die kommenden Jahre kaum verändern. Da macht es mehr Sinn, dass der „Neuling“ als Freund des Vierbeiners integriert wird.dog-263552_960_720

Einen Hund kann man schon vor dem „Einzug“ des Babys langsam vorbereiten. Wer schon nach dem ersten Besuch ein Kleidungsstück zum beschnuppern aus der Klink mitbringt kann ihn schon vorab an den neuen Geruch gewöhnen. Lassen Sie ihn aber nur Schnuppern, nicht damit spielen. Wenn der Säugling zuhause ist, müssen Sie Ihren Hund behutsam an die neue Situation heranführen.

Ihr Hund sollte langsam und von Ihnen kontrolliert auf Tuchfühlung gehen, das Baby langsam beschnuppern, ohne dass Sie dazwischenstehen, aber dennoch die Kontrolle haben. Das würde nur die Neugier wecken. Vermeiden Sie den Kontakt zwischen dem Babygesicht und der Hundeschnauze, selbst wenn Sie sicher sind, dass Ihr Hund nicht schnappt. Ihr Säugling hat kein ausgeprägtes Immunsystem wie wir Erwachsenen, sodass selbst für uns ungefährliche Bakterien unter schlechten Umständen langfristige Schäden auslösen können.

Lassen Sie beide niemals alleine miteinander. Egal wie liebenswert Ihr Hund ist, es ist immer ein Restrisiko vorhanden. Dies kann an einer falschen Bewegung oder einem Schrei des Babys liegen oder auch in der Natur des Tieres, das trotz aller Liebenswürdigkeit um seine Position und den Rang in der Familie kämpft. Manchmal geht Ihr Hund auch einfach nur ohne böse Hintergedanken auf eigenständige Erkundungstour und eine ängstliche Reaktion des Säuglings hat ohne Ihre Aufsicht schlimme Folgen.

Daher ist es wichtig, dass Sie auch mit einem Baby dem Vierbeiner viel Aufmerksamkeit und Zuneigung schenken. Wenn Sie so viel wie möglich miteinander unternehmen wird der Faktor Eifersucht sehr gering bleiben.

Es ist wirklich kein so großes Problem Hund und Baby in der Familie zu haben und es gibt nur vereinzelte Fälle, wo dies trotz höchster Anstrengung nicht klappt.